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Wasser

Wie viel Wasser kostet uns die Fast Fashion Industrie?

Was bei uns oft als selbstverständlich angenommen wird, ist in anderen Ländern eine knappe Ressource – die Rede ist von Wasser. Die Wasserknappheit und Verschmutzung nehmen stetig zu und oft liest man von Maßnahmen, wie man Wasser einsparen kann. Wenn du dabei noch nicht an die Kleidung gedacht hast, die du trägst, gehörst du wahrscheinlich nicht zur Minderheit. Dabei spielt die Textilindustrie dabei eine enorm große Rolle. Ein einfaches Baumwoll T-Shirt benötigt in der Herstellung nämlich 2.700 Liter Wasser, eine Jeans sogar ganze 8.000 Liter. Damit könnte man in Summe etwa 60 bis 70 Badewannen füllen!

 

Der Aralsee – ein Paradebeispiel

Du fragst dich wo das ganze Wasser herkommen soll? Ein erschreckendes Beispiel für die Austrocknung von Gewässern ist der Aralsee. Bei Vorher-Nachher Ansichten des früher riesigen Sees wird einem schlecht. Er gehört zu einer der größten menschengemachten Umweltkatastrophen. Vor etwa 60 Jahren war er noch der viertgrößte Binnensee der Welt. Mit 68.000 Quadratkilometern war er damals etwa so groß wie Bayern. Mittlerweile ist er auf ein Zehntel seiner Fläche geschrumpft. Den Hauptgrund für die Austrocknung trägt man quasi am Körper: für die Bewässerung von umliegenden Baumwollplantagen wird seit den 60er Jahren aus den beiden Zuflüssen des Aralsees Wasser entnommen. Somit gelangt kaum noch frisches Wasser in den See. Die Austrocknung und der steigende Salzgehalt führt zum Aussterben von Fischen und auch Bewohner rund um den Aralsee werden durch mangelndes Trinkwasser und Wüstenbildung bedroht.

 

Wasserverschmutzung durch Mikroplastik

Von Mikroplastik hat man in den letzten Jahren immer häufiger gehört. Doch wobei handelt es sich dabei genau und was ist daran so gefährlich?

Mikroplastik besteht aus festen, unlöslichen Plastikpartikeln, die so klein sind, dass man sie mit dem bloßen Auge fast nicht erkennen kann. Aufgrund von deren Oberflächeneigenschaften ziehen sie Umweltgifte automatisch an. Da die Kunststoffteilchen so winzig sind werden sie häufig von Meeresorganismen gefressen. Durch den Verzehr von Meeresfrüchten und Fischen wird das Mikroplastik somit auch Teil unserer Nahrungskette. Zwar können noch keine endgültigen Aussagen über die Auswirkungen getroffen werden, jedoch weisen Studien auf gesundheitsschädigende Folgen hin. Und was hat das ganze jetzt mit unseren Klamotten zu tun? Ziemlich viel! Über 70% der Kleidung besteht zumindest teilweise aus der billigen Kunstfaser Polyester. Durch das Waschen lösen sich die kleinen Plastikpartikel und unsere Klärwerke können diese nicht ausreichend aus dem Abwasser herausfiltern. Jährlich spülen sämtliche Waschmaschinen in Europa 30.000 Tonnen Kunstfasern ins Abwasser. Die Textilindustrie macht somit ganze 35% des gesamten Mikroplastikanteils in den Ozeanen aus und ist damit die Nummer 1 im Verschmutzen der Meere.

 

Wasserverschmutzung durch Chemikalien

Mit Austrocknung, Versalzung und Mikroplastik hört es aber leider immer noch nicht auf. Auch durch andere Chemikalien wie Textilfarben werden Gewässer zusätzlich verschmutzt. Die Gifte führen zu trübem Wasser, was es für die Sonne schwieriger macht, es zu durchbrechen. Dadurch ist Photosynthese kaum oder gar nicht mehr möglich, was zur Folge hat, dass der Sauerstoffgehalt im Wasser sinkt. Sauerstoff wird jedoch für den Selbstreinigungsprozess benötigt, den Gewässer normalerweise haben.

Die Fast Fashion Industrie gefährdet also das gesamte Leben im Wasser. Aber auch wir Menschen werden durch die Wasserknappheit und Verschmutzung bedroht. Wenn du dich also das nächste Mal fragst, wie du am besten Wasser einsparen kannst oder wie du die Wasserverschmutzung verringern kannst, lohnt es sich mal einen Blick in den Kleiderschrank zu werfen.

 

Quellen:

https://www.bund.net/meere/mikroplastik/hintergrund/

 

https://klassewasser.de/content/language1/html/3672.php

 

https://fashionchangers.de/klimawandel-und-mode-wie-sehr-unser-konsum-das-klima-beeinflusst/

 

https://fairlier.de/wissen/der-ultimative-fast-fashion-check-57-fakten-ueber-die-folgen-der-textilindustrie/

 

 

 

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